Das Schöffenamt          

-Ehrenamtliche Richterinnen und Richter am Amtsgericht Schleiden und Landgericht Aachen- Amtsperiode 2019-2023

Alle 5 Jahre werden ehrenamtliche Richterinnen und Richter für das Landgericht in Aachen und Amtsgericht in Schleiden gesucht, die sogenannten Schöffinnen und Schöffen.

Die Schöffenwahl für die Amtsperiode 2014-2018 ist abgeschlossen. Die nächste Möglichkeit sich für das Schöffenamt zu bewerben besteht ab sofort und zwar für die ab 01.01.2019 beginnende 5-jährige Amtsperiode.

Wer an einer solchen Tätigkeit als ehrenamtliche(r) Richter(innen) interessiert ist, kann sich bei der Gemeindeverwaltung zur Aufnahme in die vom Rat Mitte diesen Jahres aufzustellende Vorschlagsliste bis zum 30. April 2018 melden.

Schöffinnen und Schöffen sind ehrenamtliche Richterinnen und Richter in der Strafgerichtsbarkeit. Sie sind wie Berufsrichterinnen und Berufsrichter nur dem Gesetz verpflichtet und in ihrem Amt an keine Weisungen gebunden. Sie fällen ihre Urteile gemeinsam und gleichberechtigt mit ihren juristisch ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen. Schöffinnen und Schöffen sind in Strafprozessen beim Amts- und Landgericht tätig.

Schöffin beziehungsweise Schöffe kann werden, wer

  • die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt,
  • die deutsche Sprache ausreichend beherrscht,
  • zu keiner Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen die beziehungsweise den ein Ermittlungsverfahren schwebt, das zum Verlust der Ehrenämter führen könnte,
  • zu Beginn der Amtsperiode (1. Januar 2019) mindestens 25 Jahre, aber nicht älter als 69 Jahre alt ist,
  • nicht bereits zwei Wahlperioden als Laienrichterin beziehungsweise Laienrichter gewählt wurde (dies gilt nur für Schöffinnen und Schöffen in der Strafgerichtsbarkeit),
  • zum Zeitpunkt der Wahl (2018) in Dahlem wohnt

Eine Bewerbung zur Aufnahme in die Vorschlagsliste 2019 bis 2023 ist ab sofort möglich.

Bitte benutzen Sie dazu das hier zum Downloaden angebotene Formular:

PDF-Dokument Bewerbungsformular Schöffenwahl 2019 - 2023


Jugendschöffen gesucht

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit auch Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Gesucht werden im Südkreis des Kreises Euskirchen je 18 Frauen und Männer, die am Amtsgericht Schleiden als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.
Die Räte der Stadt- und Gemeindeverwaltungen und der Jugendhilfeausschuss des Kreises Euskirchen schlagen doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.
Gesucht werden somit mindestens 72 Bewerberinnen und Bewerber, die im Amtsgerichtsbezirk Schleiden wohnen und am 1.1.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend in Wort und Schrift beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.
Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d. h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde.

Schöffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und - wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes - gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.
Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil - gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch - haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.
In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.

PDF-Dokument Eine Bewerbung zur Aufnahme in die Vorschlagsliste 2019 bis 2023 zur Wahl der Jugendschöffen ist ab sofort möglich bis zum 29.03.2018.



Kontakt
Gemeinde Dahlem
Fb.1 -Zentrale Dienste
Rathaus, Hauptstraße 23
53949 Dahlem

Ansprechpartner:
Herr Helmut Etten, Tel-Nr.: 02447 955542, E-Mail: h.etten@dahlem.de
Herr Derichs, Tel-Nr.: 02447 955530, E-Mail: m.derichs@dahlem.de

Weitere Informationen
Ausführliche Informationen über das Schöffenamt haben wir für Sie zusammengestellt.

Internet:
Deutsche Schöffenvereinigung (http://www.schoeffenwahl.de/)
Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (http://www.jm.nrw.de/)